F-35 kommen nach Meiringen
Flugzeugfans aufgepasst: Am kommenden Dienstag, 21. April 2026, werden auf dem Militärflugplatz Meiringen zwei F-35A der italienischen Luftwaffe erwartet.
UPDATE
Keine F-35 in Meiringen in dieser Woche
Der Hörvergleich zwischen F/A-18 und F-35A in Meiringen wird verschoben. Italien hat das VBS informiert, dass sie die für den Hörvergleich vorgesehenen italienischen F-35A-Kampfflugzeuge aus operationellen Gründen nicht wie geplant in die Schweiz verlegen wird.
Der am 21. April 2026 vorgesehene Hörvergleich muss auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Für einen Hörvergleich zwischen F/A-18 und F-35A ist die Schweizer Luftwaffe auf die Unterstützung ausländischer Partner angewiesen. Entsprechend liegt es bei der Partnernation, den Zeitpunkt einer Teilnahme unter Berücksichtigung ihrer operationellen Verpflichtungen festzulegen. Die Schweizer Luftwaffe stehe in engem Austausch mit der italienischen Luftwaffe, diese habe ihre Unterstützung für eine spätere Durchführung weiterhin zugesichert, teilte das VBS mit. Der neue Zeitpunkt für den geplanten Hörvergleich ist aktuell noch Gegenstand von Abklärungen und daher nicht bekannt.
Ursprünglicher Artikel:
Die Luftwaffe ermöglicht damit einen subjektiven Vergleich der Lärmemissionen des F-35A beim Starten und Landen mit denjenigen des F/A-18. Die Flüge finden nur bei guten Witterungsverhältnissen statt, weshalb zwei Verschiebedaten (22. und 23. April) bestimmt wurden.
Die F-35A werden von erfahrenen Piloten der italienischen Luftwaffe geflogen. Die Konfiguration der Flieger wird soweit möglich der zukünftigen Konfiguration der Schweizer F-35A entsprechen, z.B. Tankinhalt, Abflugwinkel, Schubkraft/Nachbrenner. Die topografischen Verhältnisse in Meiringen sind den italienischen Piloten aus dem Simulator bekannt, weshalb ihre Flugbewegungen leicht von denjenigen der Schweizer Luftwaffe abweichen können.

Reaktion auf Kritik aus der Region
Gemeinden der Region hatten im Rahmen des Koordinationsprozesses zum Sachplan Militär einen Wahrnehmungsvergleich zwischen dem heute eingesetzten F/A-18 und dem zukünftigen F-35A gefordert. Im Zentrum des Vergleichs soll ein direkter Höreindruck für die Bevölkerung stehen. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Behördenvertreter erhalten die Möglichkeit, die Geräuschentwicklung der beiden Flugzeugtypen direkt zu vergleichen. Mit den geplanten Flügen ermöglicht das Verteidigungsdepartement eine realitätsnahe Beurteilung unter alpinen Bedingungen.

Neben dem subjektiven Höreindruck vor Ort sind auch Messungen durch das EMPA vorgesehen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Messkampagne im Zusammenhang mit den Lärmkurven, welche für den Sachplan Militär erstellt wurden. Dafür wären deutlich mehr Flüge nötig. Es werden nur die Einzelereignisse gemessen. Zusätzlich wird in ausgewählten Gebäuden rund um den Militärflugplatz die Erschütterung gemessen.
SkyNews